Überwindung einer schweren Trauer dank EMDR per Videokonferenz


Reisetagebuch einer EMDR-PEPS-Begleitung

Trauerweg mit schwerem Sack und verschwommener Landschaft

Es gibt Reisen, die man sich nicht aussucht.
Trauer gehört dazu.

Man findet sich auf einem Weg wieder, den man nie gelernt hat zu lesen, mit einem zu schweren Rucksack, einer Landschaft, die ihre Orientierungspunkte verloren hat, und einer Stille, die den ganzen Raum einnimmt.

Einen geliebten Menschen zu verlieren bedeutet nicht nur, jemanden zu verlieren.
Es bedeutet, eine innere Präsenz zu verlieren, eine Art zu lieben, manchmal einen Teil von sich selbst.

Und wenn dieser Verlust sich nicht wandelt, wenn er erstarrt bleibt, kann der Schmerz überwältigend werden.

In solchen Momenten kann EMDR – und insbesondereEMDR PEPS, mein Protokoll, das sich vorrangig auf die Stabilisierung der Gegenwart vor jeglicher Desensibilisierung konzentriert – eine sanfte, beruhigende und zutiefst respektvolle Begleitung bieten, auch aus der Ferne.

Wenn die Trauer blockiert ist: Verstehen, was innerlich vor sich geht

Trauer verläuft nicht linear.
Sie schreitet voran, geht zurück und kommt manchmal zum Stillstand.
Und wenn sie zum Stillstand kommt, ist das weder ein Zeichen von Willensschwäche noch ein persönliches Versagen.

Eine schwierige Trauerphase äußert sich oft durch:

  • Gedanken, die sich im Kreis drehen,
  • aufdringliche Bilder im Zusammenhang mit dem Tod (Bekanntgabe, letzte Szene, Umstände),
  • anhaltende Schuldgefühle („Ich hätte ...“),
  • die Unfähigkeit, etwas anderes als Mangel zu empfinden,
  • tiefe emotionale Erschöpfung,
  • das Gefühl, dass die Zeit stehen geblieben ist.

Neuropsychologisch bedeutet dies, dass das Nervensystem den Verlust nicht integrieren konnte.
Das Gehirn bleibt an einem Fragment des Ereignisses hängen, als ob noch etwas verstanden, repariert oder verarbeitet werden müsste.

Diese Blockade ist nicht pathologisch.
Es handelt sich um einen Schutzmechanismus.

Möchten Sie herausfinden, ob EMDR per Videokonferenz für Sie geeignet ist? Lassen Sie uns gemeinsam eine erste Zeit des Austauschs nehmen.

Warum EMDR wirklich hilft, eine schwierige Trauerphase zu überwinden

EMDR hat nicht zum Ziel, die verstorbene Person auszulöschen.
Es trennt nicht die Verbindung.
Es ermöglicht, den erstarrten Schmerz in einen erträglichen, integrierbaren Schmerz zu verwandeln, der Platz für etwas anderes lässt.

Bei der Trauerbegleitung wirkt EMDR insbesondere auf:

  • traumatische Erinnerungen im Zusammenhang mit dem Verlust,
  • aufdringliche Bilder oder Empfindungen,
  • blockierte Emotionen (Schuldgefühle, Wut, Ohnmacht),
  • Schmerzhafte Überzeugungen („Ich werde das nie überwinden“, „Ohne ihn/sie bin ich nichts mehr“).

In meinem EMDR-PEPS-Ansatz, den ich auch Fachleuten vermittle, beginnen wir niemals damit, den Verlust direkt zu aktivieren.

Trauer macht zutiefst verletzlich.
Wenn man in seiner Trauer zu schnell voranschreitet, kann man davon überwältigt werden.

Deshalb beginnt die Arbeit immer mit:

  • die Gegenwart stabilisieren,
  • das Nervensystem beruhigen,
  • interne Unterstützung wiederherstellen,
  • der Person ermöglichen, emotional durchzuatmen.

Nur auf dieser soliden Grundlage ist eine Desensibilisierung möglich, ohne dass es zu Überreaktionen oder Wiedererleben kommt.

Was die Videokonferenz bei der Trauerbegleitung verändert

Trauer lässt sich nicht in einer Praxis erleben.
Sie wird im Alltag erlebt:
im Haus, in Gegenständen, Gewohnheiten, Schweigen.

Die EMDR-Therapie per Videokonferenz ermöglicht es der Person, dort zu sein, wo der Verlust wirklich nachhallt.

Die Videokonferenz bietet:

  • eine vertraute und familiäre Umgebung,
  • die Möglichkeit, seine Gefühle ohne Einschränkungen auszudrücken,
  • weniger Stress beim Reisen,
  • Kontinuität der Betreuung auch in schwierigen Zeiten,
  • eine bessere Integration der therapeutischen Arbeit in das reale Leben.

Für viele Trauernde wird die Videokonferenz zu einem Rückzugsort.
Ein sicherer Ort, an dem man seinen Schmerz zeigen kann, ohne sich vor den Blicken anderer schützen zu müssen.

Entgegen der landläufigen Meinung bleiben die Qualität der therapeutischen Beziehung und die Wirksamkeit von EMDR auch aus der Ferne vollständig erhalten.

Bevor Sie beginnen: Schaffen Sie einen sicheren Rahmen für die Trauerarbeit.

️Vor allem ein sicherer Rahmen: Die Trauerarbeit mit EMDR beginnt mit der Schaffung eines unterstützenden und schützenden Rahmens.

Therapeutische Allianz: Eine solide Vertrauensbeziehung ist unerlässlich, insbesondere bei der Trauerbegleitung.

Respektvolles Protokoll: EMDR PEPS bevorzugt einen sanften Ansatz ohne emotionale Brutalität, der sich dem Rhythmus der Person anpasst.

Individueller Rhythmus: Es gibt keine allgemeingültige Zeitachse für Trauer: Jeder Mensch geht seinen eigenen Weg.

Ein auf Trauma und Trauer spezialisierter Therapeut

Schlussfolgerung

EMDR per Videokonferenz ermöglicht es, eine schwierige Trauerphase zu durchleben, ohne sich zu zwingen, ohne zu vergessen, ohne sich zu verlieren.
Es hilft dabei:

  • Schmerzen lindern,
  • befreien, was blockiert ist,
  • die Beziehung zu der verstorbenen Person verändern,
  • wieder zu innerer Ruhe finden,
  • sich nach und nach wieder ins Leben zurückkämpfen.

Mit EMDR – und noch mehr mit EMDR PEPS – kann diese Transformation sanft, stabil und sicher erfolgen, auch aus der Ferne.

Weil man niemals allein einen Schmerz tragen sollte, der noch keinen Platz gefunden hat.

Möchten Sie herausfinden, ob EMDR per Videokonferenz für Sie geeignet ist? Lassen Sie uns gemeinsam eine erste Zeit des Austauschs nehmen.


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