Soziale Phobie: Wie EMDR per Videokonferenz Ihnen helfen kann, Ihr Selbstvertrauen zurückzugewinnen

Logbuch – EMDR-PEPS-Praxis

Wenn der Blick des anderen zur Gefahrenzone wird

Eine einzelne Person im Scheinwerferlicht als Symbol für soziale Phobie

Bei meiner sozialen Phobie habe ich oft das Bild eines Scheinwerfers vor Augen , der ständig auf mich gerichtet ist.

Selbst in einfachen Situationen. Selbst wenn nichts wirklich auf dem Spiel steht.

Als ob das Gesehenwerden zu einer Zurschaustellung würde.

In EMDR-Telekonsultationsprechen die Patienten nicht immer von Angst. Sie berichten von einem unmittelbaren Unbehagen, von einer Anspannung, die steigt, sobald sie mit anderen interagieren.

Das Wort ergreifen. Beobachtet werden. Bewertet werden.

Als ob jede soziale Situation zu einer Prüfung würde.

In meiner EMDR-PEPS-Praxis wird die soziale Phobie niemals als übermäßige Schüchternheit betrachtet. Sie wird vielmehr als eine Aktivierung des Nervensystems angesichts einer wahrgenommenen Bedrohung durch den Blick des anderen interpretiert.

Diese Lesart ermöglicht es, präzise zu arbeiten, auch bei Videokonferenzen.

Soziale Phobie verstehen

Ein System, das das Urteil vorwegnimmt

Bei der sozialen Phobie basiert das System auf einer Vorwegnahme. Es besteht keine konkrete Gefahr.

Aber eine Prognose:

  • „Man wird über mich urteilen“
  • „Ich werde es vermasseln“
  • „Ich werde bloßgestellt werden“

In der Praxis lässt sich immer wieder derselbe Mechanismus beobachten: Das Gehirn wertet die soziale Situation als Risiko ein. Die Symptome werden dann zu Indikatoren:

  • Körperliche Anspannung
  • Erröten
  • Sprachblockade
  • Ausweichen

Die klinische Erfahrung zeigt, dass nicht die Situation das Problem darstellt, sondern die Art und Weise, wie sie interpretiert wird.

Lassen Sie uns zunächst gemeinsam darüber sprechen.

Die Rolle von EMDR bei der Heilung

Dort eingreifen, wo sich Angst breitgemacht hat

EMDR zielt nicht darauf ab , „Selbstvertrauen zu vermitteln“. Es wirkt auf das ein, was das System daran hindert, sich sicher zu fühlen. In einer solchen Situation besteht die Arbeit darin:

  • Die Momente erkennen, in denen Angst aufkommt
  • Prägende Erlebnisse erkennen
  • Die zugehörigen Abschlussarbeiten bearbeiten
  • Ein Update zulassen

Diese Arbeit wirkt tiefgreifend. Man erzwingt kein Vertrauen. Man beseitigt vielmehr die Hindernisse, die dem Vertrauen im Wege stehen.

Warum Videokonferenzen ideal für den Einstieg sind

Ein weniger exponierter Rahmen

Bei der sozialen Phobie ist der Rahmen der Sitzung entscheidend. Die Videokonferenz bietet einen leichter zugänglichen Rahmen:

  • Weniger direkte Sonneneinstrahlung
  • Möglichkeit, in einer vertrauten Umgebung zu bleiben
  • Ein besser abgestimmtes Tempo

In der Praxis lässt sich beobachten, dass dieser Rahmen oft einen einfacheren Einstieg ermöglicht. Das System ist weniger alarmiert. Die Arbeit kann beginnen.

Möchten Sie herausfinden, ob EMDR per Videokonferenz für Sie geeignet ist? Lassen Sie uns gemeinsam eine erste Zeit des Austauschs nehmen.

Die Schritte der EMDR-Ferntherapie

Schritt für Schritt vorankommen

In solchen Situationen ist eine schrittweise Vorgehensweise entscheidend. In der ersten Phase geht es darum:

  • Die Auslöser verstehen
  • Sensible Situationen erkennen
  • Einen sicheren Rahmen schaffen

Die EMDR-Arbeit erfolgt anschließend gezielt:

  • Zu bestimmten Zeitpunkten
  • Über prägende Erlebnisse
  • Zu aktuellen Reaktionen

Der Rhythmus passt sich dem System an. Man erzwingt die Belichtung nicht. Man folgt der Bewegung.

Schlussfolgerung

Wenn der Blick des anderen keinen Alarm mehr auslöst

Soziale Phobie ist kein Mangel an zwischenmenschlichen Fähigkeiten. Es handelt sich um ein System, das zwischenmenschliche Beziehungen als Risiko wahrnimmt.

Mit EMDR per Videokonferenz lassen sich diese Aktivierungen in einem geeigneten Rahmen direkt bearbeiten.

Wenn sich das System einpendelt, werden die Interaktionen einfacher. Und die Beziehung zum anderen entwickelt sich weiter.

Möchten Sie einmal darüber sprechen, warum es Ihnen schwerfällt, sich in Gesellschaft wohlzufühlen? Bei einem ersten Gespräch können wir gemeinsam herausfinden, ob diese Art der Begleitung für Sie geeignet ist.


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